28.04.2018, von Markus Schneid, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit

32 frisch gebackene Einsatzkräfte fürs Berliner THW

Alle Prüflinge bestehen nach mehrmonatiger Ausbildung die Prüfung in Reinickendorf.

Gerade hat THW-Helfer Tristan Kretschmer (re.) die Prüfung bestanden, Ausbildungsbeauftragter Jochen Stich beglückwünscht ihn.

32 Anwärterinnen und Anwärter aus allen Ortsverbänden im THW-Regionalbereich Berlin, darunter auch Tristan Kretschmer vom Reinickendorfer Ortsverband, können sich über die bestandene Abschlussprüfung ihrer Grundausbildung freuen. In einer mehrstündigen Prüfung mussten sie sich theoretischen Fragen und zahlreichen praktischen Anforderungen stellen.

Prüfungsleiter Kai Birke begrüßte mit seiner Prüfungskommission die Prüflinge, die aus ganz Berlin angereist waren. Im theoretischen Teil galt es Fragen zur Geschichte und Gegenwart der Bundesanstalt THW ebenso zu beantworten wie solche aus der praktischen Ausbildung. Im Praxis-Teil auf dem Hof und in der Fahrzeughalle des gastgebenden Ortsverbandes Berlin Reinickendorf ging es durch einen Parcours aus mehreren Stationen. Die Prüfer achteten mit ihren Stationshelfern auf die fachgerechte Ausführung der gestellten Aufgaben wie auch die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften.

Die angehenden Einsatzkräfte mussten beispielsweise eine Steckleiter aufstellen und den richtigen Stand prüfen. Die Kennzeichnung eines Lastkraftwagens mit Benzin-Beladung war ebenso gefragt wie verschiedene Stiche und Bunde, mit denen Hölzer verbunden oder auch Verletzte auf einer Trage gesichert werden müssen. An der nächsten Station sollte der eigene Rettungsgurt korrekt angezogen und eine verletzte Person sicher auf einer Trage eingebunden werden, damit sie transportiert werden kann. Die Prüflinge mussten einen Feuerlöscher einsetzen wie auch einen hydraulischen Spreizer einsatzbereit machen. Das Anschlagen von Lasten mit einem so genannten Mehrzweckzug mit Stahlseil machte so manchen wegen des störrischen Seils zu schaffen. Daneben war ein Klappkloben zu befestigen und für das Anheben einer Last vorzubereiten. Mit einem Latthammer sollten Nägel in ein Locheisen zur Verbindung zweier Kanthölzer eingeschlagen werden. Beim Motortrennschleifer waren wieder mehrere Aspekte zu beachten: Einsetzen der richtigen Trennscheibe, Eigenschutz durch Anlegen der zusätzlichen Sicherheitsbekleidung, Räumen des Arbeits- und Gefahrenbereiches, schließlich das korrekte Arbeiten mit dem Gerät. An einer Prüfstation hieß es für die Prüflinge, eine Tauchpumpe mit einem Aggregat in Gang zu setzen, das Ganze an einer (angenommenen) befahrenen Straße. Die Anwärterinnen und Anwärter mussten die Einsatzstelle also korrekt absichern.

Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen haben damit einen ersten Abschnitt ihres THW-Lebens hinter sich gebracht und werden beim nächsten Dienst- und Ausbildungsabend in ihren Ortsverbänden in die entsprechenden Gruppen und Funktionen berufen. Dort geht es dann mit der Fachausbildung weiter. Alle freuen sich nun auf ihre ersten Einsätze, bei denen sie unter Anleitung erfahrener Führungskräfte ihr Können unter Beweis stellen können. Folgende Ortsverbände gehören zum THW-Regionalbereich Berlin: Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin Friedrichshain-Kreuzberg, Berlin Lichtenberg, Berlin Marzahn-Hellersdorf, Berlin-Mitte, Berlin Neukölln, Berlin Pankow, Berlin Reinickendorf, Berlin Spandau und Berlin Treptow-Köpenick.

28.04.2018


  • Gerade hat THW-Helfer Tristan Kretschmer (re.) die Prüfung bestanden, Ausbildungsbeauftragter Jochen Stich beglückwünscht ihn.

  • Begonnen hatte der Tag mit einer Theorieprüfung.

  • Eine Steckleiter musste aufgebaut und auf korrekten Stand geprüft werden.

  • Ein hydraulischer Spreizer wird gerade einsatzbereit gemacht.

  • Der Spreizer im Einsatz an einem Metallgitter.

  • Alles geschieht unter den strengen Augen der Prüfer an allen Stationen.

  • Zum Eigenschutz gehört immer auch das Anlegen der vollständigen Schutzkleidung.

  • Ein Aggregat wird gestartet.

  • Der Prüfer begutachtet den Einsatz des Mehrzweckzuges.

  • Damit die verletzte Person sicher transportiert werden kann, muss sie auf die Trage gebunden werden.

  • Der Einsatz von Pumpen, hier einer Tauchpumpe, gehört mit zum Einsatzspektrum des THW.

  • Der Prüfling muss sich beim Aufbau des Mehrzweckzuges ganz schön ins Zeug legen.

Fotos: THW, Christoph Hessel und Markus Schneid, THW-OV Berlin Reinickendorf