12.09.2015, von Markus Schneid, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit

Üben für den Ernstfall - die Grundausbildungsprüfung für Anwärter

Die Anwärterinnen und Anwärter vom Technischen Hilfswerk (THW) Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf und Berlin-Reinickendorf übten auf dem Gelände der Berliner Polizei in Ruhleben für ihren Ernstfall - die Grundausbildungsprüfung.

Retten einer verletzten Person - ein Klassiker der Grundausbildung.

Dort hatten sie unter Leitung ihrer beiden Grundausbilder Christoph Hessel (Berlin-Reinickendorf) und Moritz Ratke (Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf) einige Aufgaben zu bewältigen. Einige der Häuser waren präpariert und so sah das Szenario aus: einige verletzte Personen befanden sich in den vernebelten Gebäuden und sollten fachkundig immer unter Beachtung der eigenen Sicherheit gefunden und gerettet werden.

So mussten sich die künftigen Einsatzkräfte, die im Herbst erst einmal ihre Grundausbildungs-Abschlussprüfung absolvieren müssen, absprechen, in Trupps aufteilen und dann gemeinsam an die Arbeit gehen. Die Gebäude wurden erkundet, die Zahl der verletzten Personen festgestellt und anschließend mit verschiedenen Methoden und Geräten gerettet werden. So kam zum Beispiel das Bergungstuch, die Trage oder der Schleifkorb zum Einsatz. Mit letzterem wurden mehrere Personen, teils aus dem Obergeschoss über enge Treppenhäuser oder durch Kellerfenster nach draußen transportiert. Stiche ("Knoten") mussten gekonnt eingesetzt werden, damit die Verletzten auf der Trage gesichert sind und den Transport über Treppen gut überstehen und nicht herausfallen können.

Zusätzlich stand noch das Füllen von Sandsäcken und der Umgang mit dem Feuerlöscher auf dem Lehrplan. Bei der anschließenden Auswertung gab es einige Hinweise und Tipps, was noch verbessert werden kann, aber auch Lob für den engagierten Einsatz, den die Anwärterinnen und Anwärter den ganzen Tag über gezeigt haben.

In ca. 80 Stunden werden die THW-Kandidatinnen und Kandidaten in Theorie und Praxis auf ihre Grundausbildungs-Abschlussprüfung vorbereitet. Zu den Themen gehören beispielsweise Holz- und Metallbearbeitung, Umgang mit Geräten und Werkzeugen, Retten von Personen oder Bergen aus Höhen und Tiefen u.v.m. Der Termin für die nächste Grundausbildungsabschlussprüfung ist der 17.10.2015.

Erst nach bestandener Prüfung dürfen die Anwärterinnen und Anwärter sich THW-Helferin oder -Helfer nennen und dürfen, wenn sie weitere Voraussetzungen wie Erste-Hilfe-Kurs und Impfschutz erfüllen, mit in den Einsatz, um den Mitmenschen in Reinickendorf, in Berlin und darüber hinaus zu helfen.   

12.09.2015


  • Retten einer verletzten Person - ein Klassiker der Grundausbildung.

  • Auch das richtige Stapeln von Sandsäcken will gelernt sein.

  • Die Sandsäcke müssen alle verschlossen werden. Auch hier hilft Teamarbeit.

  • Mit konzentriertem Blick zur nächsten Aufgabe.

  • Gerne auch mit umgedrehten Leitkegeln (oder auch Pylonen genannt). Sie dienen als Trichter über dem Sandsack.

  • Aber der Reihe nach - erst einmal mit den abgesägten Rohren einen Sandsack zu zwei Dritteln befüllen.

  • Palettenweise Sandsäcke füllen.

  • Was kann man damit wohl alles machen?

  • Immer sollte am Ende die verletzte Person sicher nach draußen transportiert worden sein.

  • oder aus dem Kellerfenster

  • Ob aus einem Obergeschoss in einem Gebäude

  • Zum Abschluss des Tages lernten die Anwärterinnen und Anwärter den richtigen Umgang mit dem Feuerlöscher.

Fotos: Markus Schneid