01.12.2007, von Horst Engelhardt (Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit)

Ein guter Zug: Übung für den Ernstfall im U-Bahn-Tunnel

Mehr als 50 THW-Helfer aus Berlin-Reinickendorf und Dessau sowie ein knappes Dutzend Sanitäter aus dem Ortsverein Wittenau im Deutschen Roten Kreuz (DRK) übten am ersten Dezember-Samstag im Spezial-U-Bahn-Tunnel der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) gemeinsam den Einsatzfall. Eine Verkettung verschiedner Ursachen hatte das angenommene Unglück mit zahlreichen Verletzten in verschiedenen Waggons verursacht.

THW-Helfer bergen eine Übungspuppe nachdem die Zugteile getrennt wurden

Erforderliche Erste Hilfe sowie fachgerechte Bergung waren zentrale Aufgaben für die Helfer. Die Kommunikation untereinander stand außerdem im Mittelpunkt der rund siebenstündigen praxisnahen Ausbildung.

Ein nicht genutzter Tunnelabschnitt am U-Bahnhof Jungfernheide bietet einschließlich fachkundigem BVG-Fachpersonal europaweit einmalige Trainingsmöglichkeiten. Zahlreiche Delegationen ausländischer Organisationen des Katastrophenschutzes haben sich hier schon über adäquate Fachausbildung informiert. Außer "klassischen" Szenarien möglicher Katastrophen in U-Bahn-Tunneln können seit dem Terror-Anschlag auf die Londoner Metro 2005 auch andere Gefahrenpotenziale realistisch sein.


  • THW-Helfer bergen eine Übungspuppe nachdem die Zugteile getrennt wurden

  • Eine Rettungslore erleichtert den Transport auf den Schienen

  • Transport eines Verletzten zum nächsten Bahnhof.

  • Auch das Abfassen von Meldungen gehört zu einem Einsatz

  • Die Rettung von Verletzten über einen Notausstieg wurde geübt

Fotos: Horst Engelhardt (Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit)